Rheinland-Pokal: Eintracht Trier – TuS Oberwinter 2:1 n.V.

POKALSIEGER!

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ – Dieser Spruch wurde heute wieder aufs neue bewiesen, als Rheinlandligist TuS Oberwinter im Vulkanstadion zu Kruft auf die Eintracht aus Trier traf. Der Gewinn des Rheinland-Pokals und gleichzeitig die Chance das Ticket für den auch finanziell lukrativen DFB-Pokal zu lösen, war für beide Teams dabei Ansporn genug.

Der als leichte Favorit in die Partie gegangene Oberligist konnte dabei gleich von Beginn an für erste Aufregung im Strafraum der Oberwinterer sorgen. Bereits nach zwei Minuten war es Müüü der nach Freistoß von Ismaili die große Chance zum 1:0 hatte. Anschließend entwickelte sich ein munteres Spiel in dem beide Teams zu ihren Chancen kamen. Das überfällige 1:0 für die Eintracht markierte dann Wittek nach 11’ Minuten, als er sich gegen vier Verteidiger im gegnerischen Strafraum durchsetzt und am verdutzten Torwart Kauert vorbei einschieben kann. In der Folge Oberwinter gefährlicher, doch Ulli Schneider hält den Kasten der Eintracht sauber. Dann nach 31’ Minuten die Überraschung für die rund 700 mitgereisten Trierer Fans: Wittek erhält nach einer Tätlichkeit die rote Karte – somit war klar, dass die Eintracht noch mindestens 60 Minuten in Unterzahl zu spielen hatte. Folglich schien die Marschroute klar: schnellstens ein zweites Tor und das Spiel dann nach Hause schaukeln. Ismaili, Saur, Boden und Schlabach hatten vor der Halbzeit die große Chance, vergaben aber teilweise kläglich.

Im zweiten Abschnitt dann ein anderes Bild. Oberwinter aktiver und oft gefährlich vor Schneider, der jedoch bis zur 63’ die Null halten kann. Szlinkiert schießt einen harmlosen Freistoß Richtung Trierer Strafraum, Rawi nimmt den Ball an und überlupft den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Keeper der Eintracht. Der Schock unter den Eintracht Fans sitzt tief, aber die Mannschaft beginnt nach dem Gegentreffer wieder Fußball zu spielen und kömmt mehrmals schön über die Flügel gefährlich vor das Tor der TuS. In der 77’ Minute dann die Großchance für die Eintracht: Nach Foul an Müüü entscheidet der an sonsten sehr schwach pfeifende Schiedsrichter Schmitz auf Elfmeter. Schlabach läuft an – und trifft das Tor nicht. Ein Elfmeter, der die ganze Saison widerspiegelte: Ohne Mut, ohne Kraft, ohne Selbstvertrauen, ohne Entschlossenheit. Im Anschluss wirken beide Mannschaften wie gelähmt. Die TuS kommt eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit nach einem fragwürdigen Freistoß zur letzten großen Chance, doch Schneider kann den Ball noch grade so mit den Fingerspitzen aus der Ecke fischen.

Keine acht Minuten ist die erste Hälfte der Verlängerung alt, da versetzt Müüü den kompletten Eintracht Anhang in kollektiven Jubel. Aus halbrechter Position zieht er mit dem linken Fuß ab und trifft ins lange Eck.

Anschließend kassieren Adams, Krempchen, Melunovic und Boden binnen wenigen Minuten gelbe Karten wegen Zeitspiels. Die Eintracht lässt Oberwinter kommen und versucht in den letzten Minuten gefährliche Konter über die frischen Stürmer zu fahren, scheitert jedoch an ungenauen Zuspielen und dem gut aufgelegten Torwart Kauert. Nach genau 120 Minuten beendet Schiri Schmitz dann das wichtigste Spiel der Eintracht in dieser Saison.

2:1 gewonnen – Der Rheinland-Pokal wandert nach Trier – Am 04./05. August wird man im DFB-Pokal antreten. Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss einer schwachen Saison.

Ticket:

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3 Antworten zu Rheinland-Pokal: Eintracht Trier – TuS Oberwinter 2:1 n.V.

  1. chris schreibt:

    höchst unverdient!!!

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  2. Ein Neutraler schreibt:

    An dem Bericht stimmt nicht sehr viel. Wenn man eine schwarz-blaue Brille anhatte, hat man das vielleicht so oder ähnlich wahrgenommen. Ich wollte an dem Nachmittag nur ein schönes Fußballspiel sehen und habe einen David gesehen, der Goliath am Rande einer Niederlage hatte. Wäre der eingewechselte TuS-Stürmer kein Totalausfall gewesen, wäre Oberwinter weiterhin in Überzahl gewesen, und es würde sich jetzt der TuS Oberwinter über ein DFB-Pokalspiel freuen.
    Es ist SEHR schade, dass das Geld über Begeisterung und Einsatz gesiegt hat!
    Aber so ist Fußball!

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  3. domi333 schreibt:

    seh ich ein bißchen ander (verständlicher weise)
    wer es nicht schafft über 90 minuten gegen eine dezimierte eintracht-elf zu gewinnen der hat im dfb-pokal nichts verloren 🙂

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