1.FC Saarbrücken – Eintracht Trier 1:1

Dienstag Abend, das Derby in Saarbrücken ist 3 Tage her und so langsam realisiert man, daß die Eintracht weiter marschiert. Weiterhin ungeschlagen mit 25 Punkten aus 9 Spielen steht die Weiß-Elf ganz vorne in der Tabelle und erwartet nun am kommenden Freitag, 19h30 die Sportfreunde Köllerbach im Moselstadion. Doch bevor es zum vierten und vorerst letzten Akt der „Saarlandwochen“ geht, ein kleiner Rückblick auf das Spiel in der Saarländischen Landeshauptstadt:

Begonnen mit der Parkplatzsuche, die an alte Zweitliga-Zeiten erinnern ließ, konnte der Ludwigspark wieder durch die wohl beste Stadionwurst in der gesamten Oberliga Süd-West überzeugen. Vor 8.800 Zuschauern, davon rd. 1.000 mitgereisten Trierer Anhängern, machten wieder die zuletzt unauffälligen Eintracht „Anhänger“ wieder von sich reden. Gleich zu Beginn mit dem Einlauf der Mannschaften wurde eine Rauchbombe gezündet, die dem Verein wohl wieder einige Strafen einbringen wird. Schade, daß trotz der relativ guten Einlasskontrollen einige Deppen es immer wieder schaffen Pyro u. Rauchbomben in die Stadien zu bringen. Sieht zwar gut aus, bringt unserer Eintracht aber im Endeffekt nur Probleme. Doch dazu später mehr.

Nach Anpfiff durch den streckenweise arg überforderten Schiri Bauer kommt der FCS wesentlich besser ins Spiel und lässt den Gästen in den ersten 10 Minuten kaum Luft zum atmen. Nachdem sich die Eintracht leicht befreien konnte und nach einer guten Viertelstunde erstmals aufs Tor schießen konnte war es nach 27′ Minuten Hajdarovic, der nach einem langen Freistoß freistehend am langen Pfosten auftaucht und das 1:0 markiert. Dabei macht neben Holm Hentschke, der den Stürmer im eigenen 16er entwischen lässt, Ulli Schneider eine unglückische Figur, als er zuerst zwei Schritte vor und dann wieder einen zurück macht (und nein – wir sind nicht bei der Springprozession :-). Schneider, der auf der Linie einer der besten Torhüter der Liga ist, offenbart dabei, wie bei einigen anderen hohen Bällen in der ersten Hälfte, seine Schwäche in der Strafraumbeherrschung.

Nach dem Pausentee dann eine wie verwandelt aufspielende Eintracht, die nunmehr ihrerseits versucht die Gastgeber in der eigenen Hälfte zu binden. Teilweise versucht die Eintracht jedoch auch das einfache Spiel: lange Bälle nach vorne, Hentschke lässt abklatschen und der Ball landet beim Gegner. Gefährliche Vorstöße kommen hauptsächlich durch Hartung und Milak, der nach gut 30 Minuten für den verletzten Schäfer eingewechselt wurde und seine Position im rechten Mittelfeld überraschend gut ausfüllte. Die teilweise gute Chancen für Hentschke und Mü bleiben jedoch ungenutzt. Die spärlich gesähten Gegenstöße der Saarbrücker unterbindet die erneut gut stehende Abwehr mit dem überragenden Rakic, so daß das Spiel lange Zeit offen bleibt. Lohn der Mühe dann in der 80′ Minute. Nach langem Ball taucht Bradsch in den 16-Meter-Raum ein und wird von Wiesner leicht am Trikot gezupft. Schiri Bauer zeigt ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Müller, der in den letzten Spielen teilweise glücklos agierte, schnappt sich das Leder und schießt die Kugel unhaltbar ins untere Eck.

Die letzten 10 Minuten dann geprägt von Hektik. Sowohl der FCS als auch der SVE haben den Siegtreffer auf dem Fuß, doch letztendlich trennt man sich mit einem gerechten Unentschieden.

Nach dem Abfiff feiern die Eintracht Anhänger den Punktgewinn wie einen Sieg – verständlich, wenn man sich vor Augen hält, was das leidgeprüfte Eintracht-Herz seit dem letzten 1:1 in Saarbrücken und dem damit verbundenen Zweitligaabstieg mitgemacht hat.

Beim Ausmarsch aus dem Stadion dann wieder unschöne Szenen. Draußen „lauern“ die Saarbrücker getrennt durch einen Halbkreis von Polizisten, es fliegen Gegenstände aus den Reihen der Saarbrücker, Leuchtraketen aus den Reihen der Trierer. Das sind Szenen die niemand braucht!

Und dennoch – ein schöner Trip nach Saarbrücken: Die Weltklasse Stadionwurst und ein PunktGEWINN waren die Reise wert.

Weiter gehts dann wie gesagt am Freitag gegen die Sportfreunde Köllerbach, die am Wochenende den zweiten „Dreier“ mit einem 2:0 Sieg gegen Homburg einfahren konnten. Die Eintracht ist also gewarnt und darf das Spiel gegen den Tabellen-16ten nicht auf die leichte Schulter nehmen. AUF GEHTS EINTRACHT!

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Eine Antwort zu 1.FC Saarbrücken – Eintracht Trier 1:1

  1. Carsten schreibt:

    Die Stadionwurst ist in SB zwar schon ordentlich, aber der Schwenker ist einfach nur herrlich.
    Ein ordentlicher Spielbericht, dem ich mich auch aus Gästesicht eigentlich nur anschließen kann. Trier war diese Saison das Beste, was bisher im Ludwigspark gespielt hat und wird am Ende auch unter den ersten Vieren stehen (neben dem FCS, ist doch klar 😉
    Grüße aus SB

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